Sieht ein Pfirsich eine Rakete stehen

Die Produktion der shot AG “Sieht ein Pfirsich eine Rakete stehen” spielt ganz bewusst mit der Wahrnehmung des Zuschauers und versucht Einfluss auf dessen Erwartungshaltung gegenuüber seiner eigenen Informationsaufnahme zu nehmen. Die mediale Vermittlung von Informationen praägt unser gegenwärtiges Bewußtsein und unser Bild von der Welt. Alltägliche Handlungsmuster werden im TV vorgespielt und erfahren ihre imitative Nachahmung in der Realität. Durch Wahrnehmung bekommen wir einen Zugang zur Welt – individuell und doch gesellschaftlich geprägt. Und obwohl Wahrnehmung über verschiedene Sinne gesteuert wird, dominiert der Sehsinn.Das Tanzstück der shot AG nimmt genau an dieser Stelle den Faden auf. Wir befinden uns alle im selben Raum. Jungs legen Musik auf – Mädchen tanzen. Ein Teil des Zeitgeschehens bleibt dem Zuschauer verborgen. Das spezielle Lichtkonzept bricht immerwiederkehrend die Szene und verhindert, dass der gewohnte Informations- und Erlebnisfluss bedient wird. Was geschieht im Moment des Dunkel? Das Stück reißt den Zuschauer mitin die DJ und MTV – Kultur der heutigen Zeit, um sie im selben Moment zu hinterfragen.Schnelllebigkeit mündet im temporeichen Schnittwechsel eines beliebig austauschbaren Musik-Video-Clips. Wir erreichen das Leben im Präsens nicht, denn die Zeit läuft schneller als Raketen starten.Ausweich im Rausch. Wir begeben uns bewußt in slow motion. Glitzer und Glamour. Antikörper im Licht. Frage nach Zeit. Die Maschinen sind für den Angriff geölt. Herzen fallen auf Raketen…

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Choreografie: Nora Schott, Ariane Thalheim
Tanz: Teresa Hackel, Ariane Thalheim
Live-DJ: Spencer (L’houp)
Dramaturgische und konzeptionelle Mitarbeit: Brit Krüger, Olaf Becker

Produktion shot AG / Koproduktion tanzbühne Dresden e.V.Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und DenkmalschutzUnterstützt durch die TENZA-Schmiede

Uraufführung: 27. April 2006 Kulturzentrum Scheune
Weitere Vorstellungen: 28., 30. April 2006 Kulturzentrum Scheune

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